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2016-11: "Pakete und Päckchen"

Heinrich Mimberg 01.11.2016

Pakete und Päckchen

 

Die Entsorgung von leeren Fäßchen war bereits vor 150 Jahren schon ein Thema: was macht man mit den leeren Behältern – man sandte sie per Fahrpost zurück an den Abfüller. In diesem Falle, es war zur Fastnachtszeit, da ging das Fäßchen Bier, was man in Ortenberg geleert hatte, mit einem Leergewicht von 7 Pfund und 15 Loth, am Samstag, 10. Februar 1867 zurück zur Brauerei von Herrn E. Weber nach Lauterbach – es ist sehr wahrscheinlich, um den Kreislauf der Versorgung aufrechtzuerhalten. Mit Freimarken frankierte Fahrpostsendungen waren im Thurn und Taxisschen Postgebiet nur in der Zeit vom 1. November 1866 bis zum Ende der Thurn und Taxisschen Post am 30. Juni 1867 möglich. Frankiert mit der 6 Kreuzer blau und 2 mal 1 Kreuzer farbig durchstochen, dazu mußte der Empfänger in Lauterbach noch die ausgewiesenen 2 Kreuzer Fahrpost-Ortsbestellgeld begleichen und schon konnte das Fäßchen nach erfolgter Reinigung wieder abgefüllt seiner Dauer-Bestimmung übergeben werden. Zu bedenken ist auch die Wartezeit bis sich der durch die Schaukelbewegungen entstandene Bierschaum beruhigt hatte – aber das machte die Freude auf den Umtrunk auch damals schon nur noch schöner. Na, denn Prost . . .